Thrive XM Index: Wie sich das Mitarbeiterpotenzial besser erschließen lässt

Die innerliche Kündigung greift immer weiter um sich: Drei von vier Beschäftigten – so Studien – machen nur noch Dienst nach Vorschrift. Höchste Zeit, das Thema Mitarbeiterzufriedenheit stärker in den Fokus zu rücken.

Der Fachkräftemangel greift branchenübergreifend um sich. Wo man auch hinblickt: Überall suchen Unternehmen händeringend nach Ärzten, IT-Experten, Ingenieuren oder Projektmanagern. Umso wichtiger ist es deshalb, fähige Mitarbeiter dauerhaft an das eigene Unternehmen zu binden. Das allerdings scheint leichter gesagt als getan: Aktuellen Studien zufolge haben bundesweit mehr als fünf Millionen Arbeitnehmer innerlich bereits gekündigt.

Hippe Benefits machen Mitarbeiter nicht glücklich

Dank Big Data und leistungsstarker Echtzeit-Analysen wissen Unternehmen heute zwar ganz genau, welche Geschäftschancen wo schlummern, wie sich Kundenerlebnisse optimal umsetzen lassen und was zu tun ist, um die eigene Marktposition auszubauen. Aber wenn es um die Wünsche und Bedürfnisse der eigenen Belegschaft geht, sind Führungskräfte dagegen oft mindestens auf einem Auge blind.

Man hat sich zu lange auf Betriebsdaten – sogenannte O-Daten – verlassen und dabei den Faktor Mensch komplett aus dem Blick verloren“, kritisiert Arianna Huffington. Die US-Journalistin hatte 2016 ihren Posten als Chefredakteurin der von ihr gegründeten Huffington Post abgegeben, um sich nun mit dem Start-Up Thrive Global für mehr Gesundheit und Wohlergehen am Arbeitsplatz einzusetzen.

Jetzt plädierte sie dafür, im Personalmanagement den Erlebnisdaten (X-Daten) der Mitarbeiter mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Schließlich lassen sich daraus wichtige Erkenntnisse gewinnen, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern, Fluktuation zu reduzieren und die Produktivität zu steigern. „Die X-Daten sind ein Frühindikator, der Auskunft darüber gibt, warum etwas passiert oder passieren wird“, unterstreicht die Firmengründerin. Und sie beschreiben, wie sich die emotionale Bindung zwischen Arbeitnehmer und Unternehmen festigen lässt.

So machen beispielsweise hippe Benefits, gemeinsame Events oder der Billiard-Tisch im Großraumbüro Mitarbeiter weit weniger glücklich als gedacht: Einer aktuellen Studie zufolge glaubt nicht einmal jeder zehnte Angestellte, dass Angebote wie Tischtennis (5 %) oder Betriebsausflüge (9 %) das Mitarbeitererlebnis wirklich verbessern. Dagegen sehnen sich zwei Drittel der Befragten nach mehr Wertschätzung, 92 % halten ein positives Arbeitsklima für wichtig.

Zufriedenheit führt zu höherer Produktivität

Um dafür die erforderlichen Weichen zu stellen, müssen Führungskräfte ihre Mitarbeiter jedoch zunächst einmal richtig kennenlernen. Herkömmliche Personaldaten allein reichen als Basis für erstklassische Mitarbeitererlebnisse längst nicht mehr aus. Auch das jährliche Feedbackgespräch oder regelmäßige Mitarbeiterumfragen bringen Unternehmen auf dem Weg zu motiviertem Personal nur wenig voran.

Stattdessen gilt es, die Erfahrungen der einzelnen Mitarbeiter in ihrem Arbeitsalltag in aktuellen Momentaufnahmen zu beleuchten: Wer ist gerade wodurch besonders gestresst, bei wem drohen Kündigungen und Burnout, wem quillt gerade aus welchem Grund der Schreibtisch über, wer kommt aus dem Tritt, weil gerade ein naher Familienangehöriger gestorben ist?

Unternehmen, die Antworten auf derartige Fragen haben, können bei ihren Angestellten mit passgenauen Hilfestellungen punkten. Zum Beispiel, indem sie betriebliche Gesundheitsvorsorge ausbauen, flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen oder neue Strategien im Talentmanagement entwickeln.

Die Folge: Die Mitarbeiter fühlen sich wertgeschätzt, die emotionale Bindung an das Unternehmen wächst, die Kündigungsraten sinken. Zudem rechnen sich außergewöhnliche Mitarbeitererlebnisse auch ganz unmittelbar: Denn je zufriedener Angestellte sind, desto produktiver arbeiten sie. Entsprechend besser sind auch Umsatz und Ergebnis.

Mit dem Thrive XM Index das Geschäft ankurbeln

Dabei soll in Zukunft der Thrive XM Index unterstützen. Das gemeinsam von Thrive Global, Qualtrics und SAP SuccessFactors in Partnerschaft mit dem Fortune-Magazin entwickelte Diagnosetool verschafft Unternehmen einen Überblick darüber, wie Mitarbeiter-Feedback und HR-Expertise als Leitindikatoren für die Geschäftsentwicklung dienen können. Mit Hilfe des Tools werden künftig Unternehmen identifiziert, die ein außergewöhnliche Mitarbeitererlebnis und eine starke Performance in ihrem Geschäft verbinden. Dazu gibt es drei Elemente:

  • Mit der „Thrive XM Mitarbeiter-Studie“ werden anhand von repräsentativen Stichproben Einblick in die individuellen Mitarbeitererlebnisse und das Wohlbefinden der Beschäftigten in fünf verschiedenen Kategorien ermittelt: Familie, Gesundheit, Job, Finanzen und Zeit.
  • Die Thrive XM-HR-Studie erfasst Daten und Ergebnisse aus dem Personalwesen.
  • Zusätzlich wird der Geschäftserfolg im Rahmen des Experience Managements (XM) gemessen: Etwa mit Customer Experience-Daten wie die Bewertung im Net-Promoter-Score (NPS) oder den Finanzergebnissen.

Die Teilnehmer an diesem Projekt erhalten durch die Zusammenfassung der unterschiedlichen Datenquellen praxisnahe Empfehlungen zur nachhaltigen Verbesserung ihrer Mitarbeiterzufriedenheit. Der Thrive XM Index unterscheidet sich dabei von anderen Tools deutlich: Er ist personenbezogen und betrachtet das Wohlbefinden der Mitarbeiter ganzheitlich. Denn die Arbeit ist dabei zwar ein Schlüsselelement, aber längst nicht alles. Der Index bietet so einen einzigartigen Einblick in die vorgelagerten Faktoren, die das Wohlbefinden, die Leistung und die Produktivität der Mitarbeiter bestimmen.

Arianna Huffington erläutert die Details:

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Redaktion CXOBlog.de
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