Mittelstand: Mit Hilfe von Daten nachhaltiges Wachstum erzielen

Data
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Das Corona-Jahr 2020 hat vielen Mittelständlern schwer zu schaffen gemacht. Doch die meisten Unternehmen sind trotzdem optimistisch und nutzen Daten und Digitalisierung als Wachstumstreiber.

Corona hin oder her: Der Großteil der deutschen Mittelständler blickt den kommenden Monaten recht zuversichtlich entgegen. Laut EY-Mittelstandsbarometer (1) bewerten aktuell 87 Prozent ihre aktuelle Geschäftslage „eher“ oder „durchweg“ positiv.

EY Deutschland-Geschäftsführer Hubert Barth überrascht das nicht allzu sehr. „Den Unternehmen kam zugute, dass sie schon vor Ausbruch der Corona-Pandemie aufgrund der zunehmenden Digitalisierung einiges auf den Prüfstand gestellt hatten. Von diesen Umstellungen und ihrer hohen Flexibilität profitieren viele Mittelständler in der noch andauernden Krise.“

Ungenutztes Daten-Potenzial jetzt erschließen

Luft nach oben gibt es dennoch – vor allem im Umgang mit den vorhandenen Datenschätzen. Ihr Potenzial bleibt im Mittelstand vielerorts weiterhin ungenutzt. Gerade einmal jedes dritte kleine oder mittlere Unternehmen (KMU) trifft unternehmerische Entscheidungen aktuell auf Basis datenbasierter Einsichten (2).

Denn oft versperren heterogene Systeme, abgeschottete Datensilos und mannigfaltige Informationsquellen die Sicht. Ganzheitliche Erkenntnisse für schnelle Entscheidungen lassen sich so kaum gewinnen. Doch genau diese braucht es, um die Customer Experience zu verbessern und dadurch den Umsatz anzukurbeln.

Damit die unternehmensweiten Daten ihr gesamtes Potenzial entfalten können, sollten Mittelständler deshalb 2021 folgende Punkte auf ihre To-do-Liste setzen.

Datenmanagement und Analytik zusammenführen

Komplexe IT-Landschaften und heterogene Quellen können bereichsübergreifende Analysen erschweren. Hier kann die Zusammenführung von Datenmanagement und Analytik auf einer einzigen Business-Technologieplattform einiges vereinfachen. Denn damit lassen sich Informationen aus Legacy-Systeme, Multi-Cloud-Anwendungen, öffentlichen und internen Datenquellen sowie Sensoren und smarten Geräten gezielt sammeln, integrieren und analysieren.

Das erleichtert die Weichenstellung für intelligente Entscheidungen. Neue Geschäftsmodelle und personalisierte Angebote können bedarfsgerecht entwickelt und umgesetzt werden. Optimale Voraussetzungen für hervorragende Kundenerlebnisse.

Ganzheitliche Perspektiven entwickeln

Der Einsatz von Embedded Analytics rechnet sich dabei nach meiner Erfahrung nicht nur für Großkonzerne. Auch mittelständischen Betrieben ermöglicht der skalierbare, abteilungsübergreifende Zugriff auf die Datenschätze eine 360-Grad-Sicht auf ihre Kunden. Anders gesagt: Statt immer im eigenen Saft zu schmoren, wagen Mitarbeiter in allen Bereichen den Blick über den eigenen Tellerrand.

Der erste Schritt auf dem Weg zu einer ganzheitlichen Perspektive. So wächst mit Business Intelligence, Augmented und Predictive Analytics sowie integrierten Planungsfunktionen aus vielen Einzelkämpfern ein Team zusammen, dass das große Ganze im Blick hält und gemeinsam an einem Strang zieht.

Analysemöglichkeiten für jedermann schaffen

Ob im Vertrieb, in der Produktion, der Buchhaltung oder der Personalabteilung: Ohne relevante und kontextbezogene Daten lassen sich fundierte Entscheidungen kaum treffen. Das Problem: Fachabteilungen können häufig selbst gar nicht auf die benötigten Daten zugreifen.

Umso wichtiger ist es, Werkzeuge zu etablieren, mit denen Entscheider Auswertungen, Prognosen und Berichte im Handumdrehen erstellen und nutzen können. Intelligente Funktionen wie Natural Language Processing (NLP), maschinelles Lernen (ML) oder vorausschauende Analysen helfen dabei.

Hohes Maß an Vernetzung ist ein Wettbewerbsvorteil

Stellen Sie sich nur die Möglichkeiten vor, wenn jeder Bereich in Ihrem mittelständischen Unternehmen auf vernetzte, integrierte Daten in einer einzigen IT-Landschaft zugreifen und sie sinnvoll nutzen kann. Wird Ihr Betrieb damit eine reaktionsschnelle Lieferkette realisieren, ein ansprechendes und stets relevantes Kundenerlebnis bieten oder sicherstellen, dass jeder Mitarbeiter in seinem Job erfolgreich ist und die Innovation mit neuen Produkten oder Dienstleistungen voranbringt?

Wie auch immer Ihre Antwort ausfällt, ein hohes Maß an interner Vernetzung stellt auf jeden Fall ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal im Wettbewerbe dar, das mittelständische Unternehmen im Jahr 2021 benötigen – und mit Leichtigkeit erwerben können -, um nach der Pandemie wieder abzuheben und schnell zu wachsen.

Entdecken Sie, wie Ihr Unternehmen diese Ziele erreichen kann, indem Sie den Bericht von Oxford Economics „The Interconnected Business: How Midsize Businesses Achieve Value Through Holistic Management Strategies” kostenlos herunterladen. Außerdem können Sie mehr zu diesem Thema erfahren, wenn Sie unseren Leitfaden „Success in the New Economy: A Guide to Becoming an Interconnected Business” lesen.

Links:
(1) EY-Mittelstandsbarometer  

(2) Oxford Economics

Christopher Knörr
Über Christopher Knörr 9 Artikel
Christopher Knörr hat im Februar 2021 die Leitung der neu gegründeten Organisationseinheit Midmarket bei SAP übernommen ist damit verantwortlich für die Mittelstandskunden in Deutschland. Er bringt 23 Jahre Erfahrung in der IT-Industrie mit. Nach Stationen bei PeopleSoft und Oracle ist er seit 16 Jahren bei SAP tätig, unter anderem in diversen Senior-Management-Positionen. Seit 2013 leitete der Manager den Bereich Customer Experience in Deutschland und ist seitdem auch Mitglied der Geschäftsleitung bei SAP Deutschland.