CX Tuesday Talk: Volle Regale mit Retail Execution

Keine Backmischungen, keine Hefe, kein Toilettenpapier. Nicht selten sind heute zu bestimmten Zeiten manche Regale in den Supermärkten leer. Intelligente Retail Execution-Software soll im Normalfall genau das möglichst verhindern.

Das Düsseldorfer Marktforschungsinstitut INNOFACT hat gerade in einer Studie festgestellt, dass ein Drittel der deutschen Verbraucher in den letzten Wochen zum Teil deutlich mehr Nudeln gekauft hat als vor dem Corona-Ausbruch. Auch Fertiggerichte in Dosen, Toilettenpapier, Reis, Mehl oder Küchenrolle landen derzeit deutlich häufiger im Einkaufswagen.

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Für den Lebensmittelhandel ist dieses unerwartete Kundenverhalten eine echte Herausforderung. Zwar versucht er schon länger mit ausgeklügelter Retail Execution-Software, die richtigen Produkte am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, mit dem perfekten Preis auf Lager zu haben und am Point-of-Sale (POS) anzubieten. Doch bei einem plötzlichem Käuferansturm stoßen selbst diese Programme an ihre Grenzen. Auch wenn sie inzwischen von Künstlicher Intelligenz (KI) unterstützt werden.

Neue Webinar-Reihe in Zeiten von COVID-19

Und mit der immer größer werdenden Anzahl an Menschen, die online einkaufen, scheint es für manche Handelsunternehmen zunehmend unwichtiger geworden zu sein, viel Zeit oder Geld in eine gute Retail Execution zu investieren. Doch vor dem Hintergrund, dass immer noch der Großteil der Kunden stationär einkauft und zudem mehr als 70 Prozent aller Kaufentscheidungen direkt am POS getroffen werden, könnte das ein fataler Fehler sein.

Warum? Das erklärt Simon Dechent, Global Market Development Lead SAP Sales Cloud Retail, am 14. April um 16 Uhr im CX Tuesday Talk zum Thema „Retail Execution“. Bei dieser neuen Webinar-Reihe in Zeiten der Corona-Krise geben Experten Live-Antworten auf die brennenden Fragen in unterschiedlichen Branchen. Im Anschluss an die Live-Sessions stehen die Webinare on Demand zur Verfügung.

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Vielfältige Hilfe für den Außendienst

Auch für Konsumgüterhersteller, deren Außendienstmitarbeiter nach der Lockerung der Kontaktsperren wieder die Einzelhandelsgeschäfte vor Ort besuchen werden, ist Retail Execution eine überlebenswichtige Frage.

Denn ihre Handelsvertreter können es sich heute nicht mehr leisten, unterwegs mit dem Laptop oder gar Anrufen im Büro erst mühsam nach den benötigten Informationen zu suchen. Sondern sie müssen mobil auf Kundendaten, Ansprechpartner, bisherige Kundenbesuche mit Notizen und Fotos, Umfragen oder Produktinformationen zugreifen können.

Die SAP Sales Cloud bietet zahlreiche Tools für die einwandfreie In-Store Retail Execution zur Erweiterung des Einkaufserlebnisse an. Dazu zählen beispielsweise die konfigurierbare Aktivitätsplanung für den Vertriebsaußendienst, Routen- und Besuchsoptimierung, eine zusammengefasste Karten- und Kalendersicht oder die Nutzung von intelligenter Bilderkennungssoftware für eine optimale Produktplatzierung in den Regalen.

Eine 360-Grad-Store-Ansicht ist ebenso vorhanden wie erweiterte Analyse-Möglichkeiten. Alle Features stehen auf mobilen Endgeräten – mit oder ohne Online-Anbindung – zur Verfügung.

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Die Retail Execution-Anwendung ermöglicht einen besseren Überblick über den Erfolg von Werbekampagnen und den Verkauf neuer Produkte und sorgt dafür, dass sich Marketinginvestitionen schneller amortisieren. Etwa durch die laufende Analyse von Vertriebsaktivitäten, die Durchführung von Promotion-Compliance Checks und die Überprüfung von Planvorgaben.

Neue Technologien ermöglichen es den Außendienstmitarbeitern mittlerweile, die benötigten Daten in Echtzeit zu sammeln. Etwa zur Verkaufsproduktivität der besuchten Geschäfte, zu den Aktivitäten des Wettbewerbs, zur Preisgestaltung oder zur Leistung von durchgeführten Promotionaktionen im Handel.

Mit KI-Hilfe Daten in Echtzeit durchforsten

Mit Hilfe von KI und maschinellem Lernen lassen sich alle Daten in Echtzeit durchforsten und Erkenntnisse gewinnen, die der Vertrieb sonst möglicherweise übersieht. Wenn diese Insights allerdings nicht sofort an den Außendienst kommuniziert werden, kann dies sowohl Hersteller als auch Einzelhändler Millionen von Euro oder Dollar kosten, so das Promotion Optimization Institute in einer Studie.

In der Praxis gehen die Vertriebsmitarbeiter vor Ort mit Hilfe von Tools, auf die sie über ihre mobilen Geräte zugreifen können, Schritt für Schritt diverse Checklisten durch und prüfen so die wichtigen Schlüsselbereiche in einem Store. Dank intelligenter Bilderkennung können sie den Inhalt der Ladenregale mit den Empfehlungen vergleichen und automatisch mit dem Ausfüllen der Umfragen beginnen.

Der Zeitgewinn von fünf Minuten hier und da mag nicht sehr viel erscheinen, aber auf die gesamten Vertriebsregion gerechnet, kann der Einsatz der SAP Sales Cloud mit ihren Retail Execution-Funktionen zu erheblichen Umsatzverbesserungen führen.

Laut einer Studie von MIT Supply Chain Management, in der die Ursache von Lieferengpässen bei Konsumgüterherstellern untersucht wurde, führt vor allem ein ineffizienter Store-Betrieb zu Umsatzverlusten. Denn in fast 78 % der Fälle waren die Produkte, die nicht im Regal standen, verfügbar. Dieses Vertriebssteuerungsproblem könne deshalb mit den richtigen Werkzeugen schnell gelöst werden.

Jetzt kostenlos zum CX Tuesday Talk am 14.04. um 16 Uhr anmelden

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Simon Dechent
Über Simon Dechent 1 Artikel
Simon Dechent ist als Global Market Development Lead für SAP Sales Cloud Retail Execution seit 13 Jahren bei SAP als Industrie Experte für die Konsumgüter Industrie und deren Beziehung zu ihren Einzelhändlern und Endkonsumenten verantwortlich.